Skip to Content

Hallo Welt...

Klaus Brandenburg

Länge: 05:33

Hochgeladen am: 04.06.2018 11:33 |

Inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema "Ansprüche und Erwartungen", erzählt aus drei Perspektiven. Musikalisch eher in Neo-Soul Ecke und etwas minimalistischer als sonst.

Mehr von mir gibt's hier:

https://soundcloud.com/user-82755212

Hallo Welt… (Musik/Text: Klaus Brandenburg)

1. Strophe:

Hallo Welt, du große blaue Seifenblase. Ich

bin dein Held. Du erkennst es bloß gerade nicht.

Will kein Geld, find es nur unheimlich schade mich

so zu übersehn, als wär ich gar nicht hier. Grade mich!

Ich klage nicht. Du behältst dein Mitleid, denn ich bade mich SELBST!

Du behältst dein Dankeschön. Nein, dafür nicht WELT!

Du verdienst mich nicht und ich ertrag dich nicht

mehr auf meinen Schultern. Lass uns tauschen. Bist du da für mich?

War schon klar, doch nun kommt es ans Tageslicht.

Geben und nehmen als Gesamtkonzept: Fragwürdig!

Eben noch stehn und immer mehr geben, als ich hab, für dich.

Machte die Nacht zum Tag für dich. Dachte du beachtest mich.

Dachte du achtest mich. Nun lache ich SELBST!

Auch wenn mir der Witz eigentlich gar nicht geFÄLLT!

Hallo Welt, du große blaue Seifenblase. Ich

bin dein Held. Du erkennst es bloß gerade nicht.

Refrain:

Du bist nichts Besonderes.

Denn dort draußen gibt es Tausende wie dich.

Ich würd dir gern was Anderes bescheinigen,

doch du bist nur Einer von Einigen.

Nichts besonderes.

Nichts, außer gewöhnlich.

Ich mein das gar nicht böse, doch so isses halt.

Bitte nimm es nicht persönlich.

2. Strophe:

Hallo Welt! Nett dich kennen zu lernen.

Ich bin nur zu Besuch hier. Komm von entfernteren Sternen.

Auf der Durchreise. Will mich hier nicht niederlassen.

Bin zu Größerem berufen. Vielleicht Lieder machen.

Du kannst selber sehn, dass ich hier nicht hin gehör.

Du hast Fachkräftemangel, doch ich kein Bock auf Ingenieur.

Will kein Kleingeist sein in einer Welt aus Feinstaub.

Lieber ein sensibler Feingeist sein, wie Amy Winehouse.

Ich bin ein Produkt meiner Zeit.

Leb von Luft, Liebe und deiner Aufmerksamkeit.

Kreativer, außerhalb der Boxspringbetten, Denker.

Jobs sind Ketten und Ämter nicht mein Center.

Dein Lebensbauplan ist noch aus der Steinzeit.

Arbeit ist für Roboter. Ich komm vielleicht nochmal, wenn ihr soweit seit.

Hallo Welt. Ich will zur Venus fliegen doch sitz hier in der Falle,

denn an meinem Raumschiff hängt ne Parkkralle.

Refrain:

3. Strophe:

Hallo Welt, was soll ich heute sein für dich?

Spiel ich ne Rolle oder wahrst du nur den Schein für mich?

Bin ich meines Glückes Schmied oder ne Figur, die jemand zieht,

der nicht so gut sieht wie ich?

Manchmal lässt du mich glauben, dass ich wichtig bin.

Dann überschwemmst du mich mit völlig Nichtigem.

Frag mich, ob ich hier richtig bin?

Fand noch nicht den Sinn. Doch du drehst dich weiterhin um mich!

Hallo Welt, hast du grade etwas Zeit für mich?

An mir nagen Zweifel, denn ich begreife nicht:

Wieso teilst du nicht meine Sicht?

Vielleicht bin ich auch einfach nur zu geil für dich?

Weiß man nicht.

Alles was ich weiß, ist alles was ich bin.

Alles was ich bin, ist hoffentlich nur halb so schlimm!

Alles was schlimm ist, macht irgendwann Sinn.

Wahnsinn! Hallo Welt, ich bin…

Refrain:

Nichts Besonderes.

Denn dort draußen gibt es Tausende wie mich.

Wir können uns gerne darauf einigen,

dass ich mit meinen Sorgen nicht alleine bin.

Nichts Besonderes. Und doch außergewöhnlich.

Vielleicht bin ich nur Einer von Einigen,

doch die kenn ich nicht persönlich.


Bewertung COMMUNITY
  • Song
  • Songwriting: 9.4
  • Arrangement: 9.0
  • Performance: 8.7
  • Sound
  • Frequenzbild: 9.2
  • Räumlichkeit: 9.1
  • Dynamik: 8.8
  • Lautstärkeverhältnisse: 9.0

Bewertung HOFA
  • Song
  • Songwriting: 8
  • Arrangement: 6
  • Performance: 6
  • Sound
  • Frequenzbild: 6
  • Räumlichkeit: 7
  • Dynamik: 5
  • Lautstärkeverhältnisse: 8
Analyse HOFA

Songwriting & Arrangement:

Du hast einen sehr unterhaltsamen und tiefgehenden Rap-Song eingereicht, der sich grob zwischen "Stuttgarter Schule" à la Freundeskreis und Amewu einordnen lässt. Insgesamt ist das Stück in der derzeitigen Rap-Landschaft recht eigensinnig und abseits des Mainstreams, aber durchaus stimmig und sogar einigermaßen zeitlos - sehr schön!

Besonders hat uns der Text des Stückes gefallen, der seine Botschaft klar und eloquent dem Zuhörer präsentiert. Es mangelt nicht an Tiefgang und die Zeilen sind lyrisch wertvoll. Der Refrain ist ebenfalls sehr eingängig und setzt sich deutlich und stimmig vom Rest des Arrangements ab. Die Klangauswahl der Instrumente und das Arrangement unterstützen auch sehr passend die Stimmung, die vom Text transportiert wird.

Der Song ist etwas lang geworden. Vielen Hörern wird es schwerfallen, sich durch die gesamte Länge des Songs konzentrieren zu können. Es macht in populären Musikstilen meistens Sinn, sich an einer Songlänge von 3,5 min zu orientieren, damit der Song auch im Radio zur Geltung kommen kann. Man kann außerdem eine etwas längere Albumversion anfertigen, aber auch in diesem Fall sollten die ersten 3,5 min des Songs die wichtigsten Passagen enthalten. 5:30 sind sehr lang für einen Rap-Song. Wenn du aber tatsächlich bewusst mit einem so langen Arrangement arbeiten willst, würden wir dir dazu raten, einen ausgeprägten C-Teil, Downpart o.ä. einzubinden, um das Stück spannender und abwechslungsreicher wirken zu lassen. ;)

Recording / Performance:

Da die meisten verwendeten Klänge im Playback „in the box“ entstanden sind, können wir zum Recording und der musikalischen Darbietung natürlich nicht viel sagen. Die Spuren sind allerdings alle sauber programmiert und auch die Klangauswahl ist sehr passend und stilsicher. Sehr gut gefallen uns übrigens die Bläser-Sounds!

Die Percussion-Sounds wirken aber in diesem musikalischen Kontext teilweise ein wenig fehl am Platz. Sie sind an sich klanglich nicht schlecht, fügen sich aber nicht optimal in den HipHop-Kontext ein. Falls du die Percussions verwenden möchtest, tust du eventuell gut daran, sie etwas leiser im Kontext zu platzieren.

Die Rap-Performance ist insgesamt durchaus "tight" und auch ordentlich geflowt, was natürlich das A und O für einen Rap-Song darstellt. Die Performance wirkt dabei teilweise aber ein wenig "gelangweilt" - hier könntest du versuchen, noch etwas mehr Abwechslung und Emotion einfließen zu lassen, um das Stück noch spannender wirken zu lassen. Ein etwas "gelangweilter" Eindruck passt zwar eigentlich ganz gut zu dieser Stilistik und auch zur Message des Songs, aber gerade durch das lange Arrangement läufst du Gefahr, dass diese Emotion auf den Hörer abfärbt. ;)

Sound:

Uns ist aufgefallen, dass in den Aufnahmen zu deinem Song ein paar Störgeräusche im Hintergrund zu hören sind. Du könntest bei zukünftigen Aufnahmen ein wenig mehr auf eine ruhige Aufnahmeumgebung achten und etwaige Störgeräusche durch die Richtcharakteristik der verwendeten Mikrofone unterdrücken. Neben dem verwendeten Raum und einer akustischen Trennung zu Umgebungsgeräuschen hat hierauf aber auch die Mischung der Spuren einen erheblichen Einfluss. Gerade Kompressoren heben durch die Verringerung der Dynamik eines Signals, solche leiseren Signalanteile deutlich an. Du könntest also auch deine Dynamikbearbeitung noch einmal überprüfen, um zu vermeiden, dass Störgeräusche, Atmer, etc. zu hörbar werden. ;)

Tendenziell ist der Vocal-Sound sowohl von der Performance, als auch durch technische Aspekte wie Mikrofonauswahl und -Platzierung sowie Kompression und EQ-ing eher etwas "hart" und aggressiv geraten, was durch den relativ lauten Pegel der Vocals ebenfalls unterstützt wird. In diesem inhaltlichen Kontext könnte man sich vorstellen, einen etwas "weicheren" und natürlicheren Vocal-Sound anzustreben, aber das ist natürlich auch ein Stück weit Geschmackssache.

Wie schon erwähnt, wirken die Percussions im Arrangement teilweise etwas "fremd" und aufgesetzt. Du solltest hier den Pegel ein wenig absenken, um sie unauffälliger zu platzieren und den Fokus auf wichtigere Elemente zu legen. Außerdem hast du hier mit sehr breitem Panorama gearbeitet, was ebenfalls dazu führt, dass die Percussions näher und "wichtiger" wahrgenommen werden. Du kannst sie also auch etwas schmaler und hintergründiger anlegen, damit sie sich wichtigeren Elementen (Vocals, Harmonie-Instrumente, Drums) unterordnen.

Im folgenden Screenshot erkennst du den Frequenzgang deiner Mischung. Die untere, gestrichelte Kurve steht dabei für die durchschnittliche Energie des Frequenzspektrums über die Zeit, die obere Kurve zeigt die Peaks:

Gesamt-Score

Ø 6.8

Likes
(Öffentlich)
25

Stimmen wurden abgegeben.

Kommentare

Hier gelten die Community-Regeln, wie sie in der Netiquette festgehalten sind.

(( comment.username )) hat am (( comment.datetime )) eine Bewertung mit (( comment.avg_score | round)) Punkten abgegeben.
(( comment.username )) schrieb am (( comment.datetime ))
  • Song
  • Songwriting: (( comment.songwriting ))
  • Arrangement: (( comment.arrangement ))
  • Performance: (( comment.performance ))
  • Sound
  • Frequenzbild: (( comment.frequencies ))
  • Räumlichkeit: (( comment.spaciality ))
  • Dynamik: (( comment.dynamics ))
  • Lautstärkeverhältnisse: (( comment.loudness ))

(( comment.content ))

Hier gelten die Community-Regeln, wie sie in der Netiquette festgehalten sind.

(( child.username )) antwortete am (( child.datetime ))

(( child.content ))


Mehr Kommentare anzeigen